Wie verwirkliche ich mich denn selbst???

oder "5 Gründe warum du noch heute mit Yoga starten solltest."

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Diese Frage einer jungen Kurs-Teilnehmerin traf mich mitten ins Herz. Schließlich war es genau das, was Yoga mir geschenkt hat. Wie ich das gemacht habe, erzähle ich dir in diesem Beitrag.

 

Im vorigen Blog-Artikel hab ich dir erzählt, wie es mir gelungen ist, den völlig verrückten Affenzirkus in meinem Kopf zu bändigen. Du hast ihn verpasst? Um ihn zu lesen klicke HIER.

 

Früher glich mein Leben dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Tag für Tag wiederholte sich dieselbe Leier. Der Wecker riss mich - wenn ich überhaupt schlafen konnte - gefühlt jedes Mal aus einer Tiefschlafphase. Schnell anziehen, Zähne putzen, fertig machen und ab ins Auto auf den Weg in die Arbeit. Denn damals bedeutete zu spät dran sein, im Stau mit zig anderen Pendelnden zu stehen. So kam ich schon total gestresst in die Arbeit, wo ich mein Frühstück, wenn es eines gab, neben der Arbeit verschlang. Die Tätigkeit als Buchhalterin und Personalverrechnerin war damit verbunden, in einem Büro mit mehreren Kolleginnen zu sitzen. Das Telefon klingelte unaufhörlich, während jede von uns in ihren Computer starrte. Mittags ein schnelles Weckerl (Brötchen) oder auch einen Salat. Schließlich wollte ich ja auf meine Linie achten.

Außerdem war es mir wichtig in 30 Minuten mit dem Essen fertig zu sein, denn so lange musste die Mittagspause mindestens dauern. Danach wieder zurück in die Arbeit, dasselbe Prozedere wie am Vormittag. Auf dem Heimweg schnell einen Salat oder eine Jause fürs Abendessen besorgt, um endlich völlig erschöpft auf die Couch zu fallen. Ich hatte weder Lust noch Energie, um noch irgendetwas zu machen, dass mir wirklich Freude bereitete.

Den Frust darüber verdrängte ich am Wochenende beim Party machen. Dann noch die Wohnung putzen, um am Montag wieder von vorne zu beginnen. Ich führte ein Leben auf Autopilot.

 

Dabei habe ich mich wirklich gut mit meinen Kolleginnen verstanden, mit manchen verbindet mich auch heute noch eine Freundschaft. Auch mit meinen Vorgesetzten kam ich gut klar. Die Bezahlung war sehr gut und die Überstunden hielten sich in Grenzen. Ich wohnte in einer schönen Wohnung, in der ich übrigens auch gerade diesen Beitrag schreibe. Ich hatte ein Bett, in dem ich schlafen konnte und ausreichend zu essen. Es ging mir also augenscheinlich gut, was mein schlechtes Gewissen noch verstärkte, weshalb ich dann einfach nicht glücklich war. Ich fühlte mich wie in einem goldenen Käfig.

 

Die quälenden Fragen wie…

 

Soll das wirklich alles gewesen sein?

 

Ist das wirklich alles, was das Leben für mich bereit hält?

 

Ist so ein Leben überhaupt lebenswert?

 

So soll ich weitermachen bis zur Pension?

 

… versuchte ich mit dem Klassiker „Das ist halt so.“ ruhig zu stellen, obwohl mir alleine beim Gedanken daran kotzübel wurde und wirklich alles in mir „NEIN!“ schrie. Immer öfter spielte ich mit den Gedanken, mich krankschreiben zu lassen, nur um nicht wieder in die Arbeit zu müssen.

Es war bloß ein schwacher Trost, doch immerhin hielt ich so Woche für Woche durch und machte weiter wie bisher. Ich fand mich damit ab, dass Arbeit & Leben nun mal anstrengend sind und es völlig normal ist, abends total erschöpft auf die Couch zu fallen. Mehr und mehr begann ich an mir selbst zu zweifeln, warum ich es wie die anderen einfach nicht schaffte, mit diesem Leben klar zu kommen. Bin ich zu blöd? Zu verwöhnt? Zu anspruchsvoll? Zu schwach? Was zum Kuckuck stimmt nicht mit mir? Ich nahm mich als Opfer der Umstände wahr und fühlte mich hilflos, ausgeliefert, ohnmächtig. Als wäre das ganze Leben gegen mich und ich kann rein gar nichts dagegen tun.

 

Da ich damals einfach keinen anderen Ausweg sah, resignierte ich und stumpfte innerlich ab, um diese Zerrissenheit nicht mehr fühlen zu müssen. Ich verlor jegliche Verbindung zu mir und damit auch meine ganze Lebensfreude. Ein herzhaftes Lachen war damals eine Seltenheit. So wurde mein Leben immer trostloser und ich immer unglücklicher, trauriger, depressiver.

 

Dabei möchte ich hier ganz klar betonen, dass weder an dem Job noch an dem Lebensstil selbst etwas verkehrt ist. Genauso wenig wie mit mir. Denn warum sich das in meinem Fall so entwickelte, wurde mir klar, nachdem Yoga in mein Leben fand.

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Ja, ich möchte starten!

Fasziniert von den äußerlichen und innerlichen Veränderungen, die ich an mir beobachtete, besuchte ich Yoga-Kurs um Yoga-Kurs. So etwas habe ich bei noch keiner anderen Sportart erlebt, die ich bisher kannte, was Dank meinem Besuch einer Sporthauptschule doch einige waren. Immer tiefer tauchte ich ein in die philosophischen Ansätze dieser Lebensweisheit und war völlig begeistert davon. Getrieben von dem unbändigen Wissensdurst, verschlang ich ein Buch nach dem anderen. Ganz besonders beeindruckte mich das Thema Selbstverwirklichung und dass Yoga als Weg dorthin beschrieben wurde.

 

Die Vorstellung davon, mein Leben so zu gestalten, wie ich möchte, fesselte mich, denn davon war ich damals meilenweit entfernt. Doch ich wollte auch nichts glauben, was irgendjemand irgendwann geschrieben hat und beschloss es in einer unbedeutenden Situation selbst zu testen. Die Gelegenheit ließ auch nicht allzu lange auf sich warten.

 

Denn bereits am nächsten Morgen auf dem Weg in die Arbeit fuhr ich hinter jemandem her, der scheinbar nicht wusste, dass ein Auto auch ein Gaspedal besitzt. Ich spürte regelrecht, wie mein Aggressionspegel stieg und sich meine gewohnte Reaktion darauf abspielen wollte. Denn damals hat mich so eine Situation zur Weißglut gebracht. Um ehrlich zu sein, es hat mich auch einiges an Kraft gekostet, nicht zu explodieren. Doch ich wollte unbedingt die Sache mit der Selbstverwirklichung testen. Also tief durchatmen - besser mehrmals, denn mit einmal war der Dampf nicht abgelassen. Ich bemühte mich, ruhig zu atmen und fragte mich, worauf ich in dieser Situation Einfluss habe. Erstmal kam da gar nichts, weil ich noch viel zu sehr auf diesen Kriecher vor mir fixiert war und mir in Gedanken vorstellte, dass ich wegen ihm im Stau stecke und nicht rechtzeitig in die Arbeit komme. Gut, besser noch ein paar Mal tief durchatmen. Worauf habe ich Einfluss? Was kann ich an dieser Situation ändern?

 

Da fiel mir ein, dass im Seitenfach eine meiner Lieblings-CDs war. Also rein damit in den CD-Player und los geht´s. Ich begann lauthals mitzusingen, was die Stimmung definitiv hob. Dann kam mir die Idee, kleine Yoga-Übungen zu machen, die am Fahrersitz möglich sind. Das begann mir richtig Spaß zu machen, da es auch meine Kreativität forderte. Hmmmm, ich könnte die Zeit auch nutzen, um bewusste Atemzüge zu nehmen. Gesagt, getan. Als der Autofahrer vor mir abbog, stellte ich überrascht fest, dass ich völlig vergessen hatte, mich darüber aufzuregen, dass er so langsam fährt. Ich fand es sogar fast schade, denn so hat der Weg zur Arbeit richtig Spaß gemacht. An diesem Tag kam ich wesentlich entspannter in der Arbeit an und durfte feststellen, dass durch meine gute Laune der gesamte Tag viel angenehmer verlief.

 

Beeindruckt und bestärkt davon, welche Auswirkungen bereits diese kleine Veränderung hatte, begann ich immer öfter in meinem Leben Situationen aktiv mit zu gestalten und erkannte, wie viel Einfluss ich auf mein eigenes Erleben und den Verlauf von Situationen nehmen kann. Dadurch fühlte ich mich kraftvoller und selbstbewusster. Das veränderte meinen Blick auf aktuelle und vergangene Erlebnisse und dadurch auch meinen Umgang damit.

 

So war es mir möglich Erlebnisse mit denen ich früher haderte, in einem ganz neuen Licht zu betrachten. Situationen, die mich früher auf die Palme gebracht hätten, konnte ich nun gelassener nehmen. Ich erkannte meine Verantwortung an All dem und was ich aus diesen Herausforderungen lernen konnte. Dies ermöglichte es mir, mit Vielem und Vielen meinen Frieden zu finden. Dadurch fühlte ich mich leichter, klarer und freier.

 

Schließlich erkannte ich eines Tages auch den Grund, weshalb mich mein Leben so unglücklich machte. Ich lebte ein Leben nach fremden Vorstellungen, übte einen Beruf aus, der gar nicht zu mir passte, genauso wenig wie der dazugehörige Lebensstil.

 

So hat die yogische Philosophie meinen Blick auf das Leben vollkommen verändert und mir die Klarheit und Kraft geschenkt, mein Leben Schritt für Schritt so zu gestalten, wie es für mich und zu mir passt. Ich fand wieder zurück zu mir selbst.

 

Natürlich war das erst der Anfang meiner Reise, die auch heute noch andauert, da das Leben immer weitergeht. Doch heute gehe ich mit dem Vertrauen in mich selbst durchs Leben, dass ich immer einen Weg finde, der für mich stimmig ist.

 

Heute führe ich ein selbstbestimmtes, authentisches Leben, das mir selbst und meinen Werten entspricht. Ein Leben, das mich gesund und glücklich macht und mich erfüllt. Natürlich ist auch die Lebensfreude zurück gekehrt, denn mein Lachen ist heute neben meinen Locken eines meiner Markenzeichen. 😄

 

Genau das wünsche ich auch dir!

 

Denn dein Leben ist viel zu wertvoll und zu kostbar, um es zu vergeuden. Darum lautet der 4. Grund, warum du noch heute mit Yoga starten solltest:

 

"Yoga does not just change the way we see things, it transforms the person who sees."
B.K.S. Iyengar

(von mir übersetzt: Yoga ändert nicht nur wie wir die Dinge sehen, es verändert die Person, die sieht.)

 

Im nächsten Blog-Artikel erzähle ich dir den fünften Grund, warum du am besten gleich mit Yoga starten solltest.

 

Da ich um die Herausforderungen weiß, die auf diesem Weg warten, wie einsam ich mich selbst dabei oft gefühlt habe und wie sehr ich mir Menschen und Gleichgesinnte auf meinem Weg gewunschen hätte, mit denen ich mich austauschen kann, liegt es mir am Herzen dich, bei all dem zu belgeiten. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung mit einer rein körperlichen Yoga-Praxis ist das nicht getan. 😉

 

Möchtest auch du Yoga in dein Leben integrieren? Dann werde gerne Teil meiner Online-Community. Infos & Details dazu findest du HIER.

Bitte informiere mich!

Hat dich mein Artikel berührt, inspiriert oder neugierig gemacht?
Erzähle es mir gerne in den Kommentaren!
Natürlich freue ich mich auch, wenn du den Beitrag mit anderen teilst!

2 Comments

  1. Daniela on 9. März 2023 at 18:37

    Liebe Sarah!
    So ein toller Artikel!
    Ich erkenne mich in vielen Dingen selbst wieder. Bei mir ist es ähnlich gewesen, nur die Methode ist eine andere. 😉
    Du bist so inspirierend und AUTHENTISCH!
    Ich freue mich schon auf die nächste Challenge.
    Schön, dass du mein Leben bereicherst.

    Von Herzen alles Liebe,
    Daniela 💖

    • sarah.fichtinger on 9. März 2023 at 20:42

      Liebe Daniela, vielen herzlichen Dank für dein wohltuendes Feedback. 😊 Schön, dass ich dich inspirieren darf und du bei der nächsten Challenge mit dabei bist. 🤩
      Alles Liebe ❤️

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